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Failover-Route
ist immer dann geeignet, wenn Sie in ein entferntes IP Netzwerk auf zwei
unterschiedlichen Wegen kommen möchten. Nämlich im Idealfall über das
Haupt-Gateway (Standleitung, Flatrate usw.) und im Störungsfall über ein Backup-Gateway.
Wir haben für Sie
einmal ein paar mögliche Konfigurationen zusammengestellt.
1) Internet Fallback (Default
Route)

Verwenden Sie z.B.
einen der 10 Monitor zum Erstellen einer Internet Backup Verbindung.
Geben Sie als Zielnetz
0.0.0.0 und als Zielmaske 0.0.0.0 Metrik 1 ein.
Ihr Haupt-Gateway ist
in diesem Beispiel die 192.168.1.1 und Ihr Backup Gateway ist die
192.168.1.2.
Suchen Sie ca. 3
unterschiedliche Hosts im Internet mit unterschiedlichen Diensten
(z.B. SMTP TCP 25, POP3 TCP 110, WWW TCP 80)
Die hier
angegebenen Hosts sind virtuell und nicht wirklich existent! Nehmen
Sie bitte unkritische Hosts, da die zu prüfenden Hosts im
Backup-Fall nicht erreicht werden!
2) LAN-LAN Fallback
(Zweigstelle)
Verwenden Sie einen
Monitor um die LAN-Verbindung zu Ihrer Zweigstelle zu monitoren. Hierfür
benötigen Sie zwingend 2 Lizenzen für Failover-Route (eine pro Standort)
Geben Sie als Zielnetz
192.168.2.0 und als Zielmaske 255.255.255.0 Metrik 1 ein.
Ihr Haupt-Gateway ist in
diesem Beispiel die 192.168.1.1 und Ihr Backup Gateway ist die
192.168.1.2.Verwenden Sie an beiden Failover- Router den IP Port-Server
z.B. TCP Port 32000.
Prüfen Sie nun folgende
Hosts an der Hauptstelle:
192.168.2.5 TCP 32000
192.168.2.1 TCP 23 (Telnet)
Prüfen Sie nun folgende
Hosts an der Niederlassung:
192.168.1.5 TCP 32000
192.168.1.1 TCP 23 (Telnet)
Beachten Sie, dass auch
hier diese Host selbst im Backup-Fall vom anderen Standort nicht
erreicht werden können!

3) VPN Fallback
(dynamische IP)
In diesem sehr speziellen Beispiel haben die Niederlassungen jeweils
dynamische IP Adressen und die Hauptstelle besitzt 2 Standleitungen mit
jeweils festen IP Adressen. Die Niederlassungen bauen die Verbindung zur
Standleitung 1 der Zweigstelle auf. Failover-Route erkennt dies und
leitet (hier mit 3 Monitoren) die IP Netze der Zweigstellen über
Standleitung 1 zurück. Sollte Standleitung 1 ausfallen, so bauen die
Zweigstellen den Tunnel zu Standleitung 2 auf (hier ist bei den
Niederlassungen ein VPN Gerät notwendig, dass 2 IP Adresse als
Tunnel-Endpunkte zulässt (z.B. Cisco PIX, Sonicwall usw.).
Failover-Route erkennt, dass die Zweigstellen nicht mehr über die
Hauptleitung reagieren und routet die Antwortpakete auf Standleitung 2.
Wenn Standleitung 1 wieder verfügbar ist und die VPN Geräte nach und
nach den Tunnel zu Standleitung 1 aufbauen, routet Failover-Route den
Datenverkehr entsprechd wieder über Leitung 1.
4) Einfache
Lastverteilung
Failover-Route ist kein Load-Balancing System im klassischen Sinne. Jedoch können Sie mit
z.B. 2 Monitoren eine einfache und wirksame Lastverteilung durchführen.
Angenommen Ihre E-Mails holen und senden Sie an 10.40.21.1. Sie möchten
damit aber nicht Ihre Leitung belasten. Richten Sie einen Monitor wie
folgt ein:
Prüfen Sie z.B. 2 Hosts, die im gleichen Netz wie Ihre POP/SMTP Server
liegen. Hier: 10.40.21.2 TCP 80 und 10.40.21.3 TCP 53. Routen Sie nur
Ihren POP/SMTP Server Zielnetz: 10.40.21.1 Maske 255.255.255.255 auf das
DSL-Fallback Gateway und falls dies mal ausfällt, routen Sie den Verkehr
mit auf Standleitung 1 als Backup Gateway.
Für die gesamte andere Internet Kommunikation verwenden Sie Monitor 2:
0.0.0.0 Maske 0.0.0.0 über Standleitung 1 (Backup-Leitung
(DSL/Fallback). Prüfen Sie bei diesem Monitor beliebige Hosts wie in
Beispiel 1.
Wenn nun beide Leitungen funktionieren, dann wird der Mailverkehr über
die DSL/Fallback Leitung geschickt und Ihre Standleitung 1 ist weniger
ausgelastet. Sobald eine der beiden Leitungen down ist, wird der Verkehr
über die verbleibende Verbindung geschickt.
Natürlich lassen sich diese Lösungen auch beliebig miteinander
kombinieren, wenn Sie die entsprechende Anzahl Monitore zur Verfügung
haben. Wir empfehlen jedoch dringend genau zu planen und zu prüfen um
logische Fehler beim Konfigurieren von Failover-Route zu vermeiden!
Genauere Informationen
zu den Szenarien finden Sie im Failover-Route Handbuch, dass Sie in unserem
Download-Bereich runterladen können. Außerdem finden Sie das Handbuch
nach der Installation im Ordner \manuals.
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Failover-Route
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